Die Baugenehmigung – was Sie beachten müssen

Manche Kunden glauben, für eine Fertiggarage sei keine Baugenehmigung erforderlich. Aber das muss nicht unbedingt richtig sein. Was Sie zu diesem Thema beachten müssen, haben wir für Sie im Folgenden zusammengestellt.

Eine Baugenehmigung allein reicht nicht

Eine Baugenehmigung oder Baubewilligung ist ein zentrales Element des deutschen Baurechts. Im Baugenehmigungsverfahren wird vor Baubeginn die Einhaltung bestimmter öffentlich-rechtlicher Vorschriften überprüft. Wichtig ist dabei: Es werden nicht alle Vorschriften überprüft. Eine Baugenehmigung alleine reicht daher oft nicht aus. Als Bauherr müssen Sie sich auch um die Einhaltung weiterer Vorschriften kümmern. Dazu können beispielsweise wasserrechtliche oder immisionsschutzrechtliche Genehmigungen zählen, aber auch der Denkmalschutz oder ein geltender Bebauungsplan.

Bauantrag

Erschwerend kommt hinzu, dass der Prozess der Baugenehmigung in jedem Bundesland unterschiedlich geregelt sein kann. Das trifft bei Garagen und Fertiggaragen auf jeden Fall zu. So gibt es manche Bundesländer, in denen Sie für eine Fertiggarage überhaupt keine Baugenehmigung benötigen. Im anderen Bundesländern hingegen ist eine solche Baugenehmigung zwingend erforderlich. Aber, wie bereits ausgeführt, auch wenn Sie keine Baugenehmigung für Ihre Fertiggarage benötigen, so können doch anderweitige Genehmigungen erforderlich sein.

Die Folgen, wenn Sie diese Vorschriften nicht berücksichtigen, können gravierend sein. Sie reichen bis zu bauordnungsrechtlichen und baupolizeilichen Eingriffsbefugnissen der Baubehörde, wie Baueinstellungsverfügung, Nutzungsuntersagung oder sogar Abrissverfügung.

Damit das nicht passiert, sollten Sie sich bereits im Vorfeld gründlich mit dem Thema Baugenehmigung auseinandersetzen und bei den zuständigen Behörden nachfragen. Übrigens: Es ist gleichgültig, ob Sie eine Fertiggarage oder eine massiv gemauerte Garage errichten wollen, die Vorschriften sind für beide Garagentypen identisch.

Tip


Das Bauamt Ihrer Stadtverwaltungen gibt Ihnen gern Auskunft über die erforderlichen Unterlagen für die Errichtung einer Garage. Oft finden Sie solche Informationen sogar im Internet. Rufen Sie einfach dort an.

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Welche Unterlagen Sie benötigen

In folgenden Bundesländern benötigen Sie für die Errichtung einer Garage eine Baugenehmigung: Bayern, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Saarland. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hingegen ist eine Baugenehmigung nicht erforderlich, sofern die Garage den baurechtlichen Bestimmungen entspricht.

Schwieriger stellt sich die Lage in den hier nicht genannten Bundesländern dar. Dort können Sie zwar auch eine Garage ohne Baugenehmigung errichten, aber nur dann, wenn sie sich innerhalb bestimmter Grenzen bewegt, was die Fläche oder den Rauminhalt betrifft.

Als Beispiel für eine Baugenehmigung führen wir hier einmal die Unterlagen auf, die Sie in einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen für eine Fertiggarage benötigen.

  • Bauantragsformular mit vollständigen Angaben und Unterschriften
  • Baubeschreibung mit Unterschrift des Entwurfsverfassers und Angaben zur Regenwasserbeseitigung
  • Rechnerischer Nachweis der Grundflächenzahl
  • Herstellungskosten
  • Erhebungsbogen Statistik
  • Lageplan mit Unterschrift Entwurfsverfasser
  • Bebauungsplanfestsetzungen
  • Bebauungsplan Nummer
  • Baugrenzen und Baulinien
  • Abstandflächen
  • Darstellung baulicher Anlagen auf den Nachbargrundstücken
  • Aufteilung nicht überbauter Flächen (Stellplätze für Kraftfahrzeuge, Zu- und Abfahrten, Flächen für die Feuerwehr)
  • Bauzeichnungen
  • Unterschrift Entwurfsverfasser
  • Grundriss mit Kennzeichnung von Bestand, Abbruch und Neubau
  • Ansichten
  • Schnitte mit Höhe Oberkante Fußboden über Gelände vorhandenes und geplantes Gelände, Wand- und Firsthöhen Oberkante über Gelände, Dachneigung, Maß Höhe für Abstandflächenberechnung

Wie Sie sehen, ist das eine ganze Menge. Da ist es gut, wenn der Hersteller der Fertiggarage einen Teil dieser Arbeit abnimmt.

Bauantrag selbst einreichen?

Da die meisten Anbieter von Fertiggaragen Ihnen die erforderlichen technischen Unterlagen mitgeben, entfallen zunächst einmal die Kosten für einen Architekten oder Statiker. Daraus schließen viele Bauherren, dass es sich bei der Baugenehmigung nur noch um eine Formalität handelt, die sie selbst erledigen können. Wie Sie aber gesehen haben, kann das Erlangen einer Baugenehmigung unter Umständen eine recht komplizierte Angelegenheit sein. Deshalb lohnt es sich unter Umständen, damit einen Fachmann zu beauftragen, zum Beispiel einen ortsansässigen Architekten oder Bauingenieur. Diese Fachleute kennen die für Ihren Standort geltenden Vorschriften und sorgen dafür, dass beim Bauantrag keine Fehler unterlaufen. Zudem benötigen Sie den Ingenieur meistens sowieso, weil er Ihren Bauantrag unterschreiben muss. Es handelt sich also um gut investiertes Geld, denn Sie sparen nicht nur viel Zeit, sondern haben auch die Sicherheit, dass es im Nachhinein keine Probleme geben wird.

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