Die Garage als Hobbyraum

Eine Garage kann nicht nur dazu genutzt werden, um in ihr ein Fahrzeug unterzustellen. Ebenso gut lässt sich der Innenraum nutzen, um ihn zu einem Hobbyraum auszubauen. Das ist dann praktisch, wenn zum Beispiel eine Doppelgarage gebaut wurde, inzwischen aber nur noch ein Familienauto gefahren wird. Der frei bleibende Platz bietet dann Raum für die Ausübung eines Hobbys. Ebenso können Sie eine Garage von Anfang an als Hobbyraum planen, wenn Sie im Wohnhaus dafür kein Zimmer mehr frei haben.

Besondere Anforderungen an eine Garage als Hobbyraum

Planen Sie die Nutzung einer Garage als Raum für Ihr Hobby, dann muss die Garage andere Ansprüche erfüllen, als bei einer Nutzung als Unterstand für Fahrzeuge. Ein wichtiger Aspekt ist die Dämmung. Schließlich möchten Sie Ihr Hobby auch im Winter ausüben und dabei nicht frieren. Bei einer vorhandenen Garage ist es daher sinnvoll, die Dämmung zu überprüfen:

  • Ist diese ausreichend?
  • Sind alle Außenwände und das Dach der Garage gedämmt?
  • Muss eine alte Dämmung möglicherweise ausgetauscht werden?

Ideal ist es, wenn die Garage eine ähnlich starke Dämmung hat, wie ein Wohnhaus. Dadurch lässt sie sich leichter beheizen. Der Aspekt der Beheizung ist ebenfalls ein Unterschied, der bei der Nutzung einer Garage als Hobbyraum auftritt. Einfach und schnell können Sie eine Wärmequelle in eine Garage integrieren, indem Sie eine Elektroheizung aufstellen. Vorsicht ist hier jedoch bei den Kosten geboten, denn der Stromantrieb kann für erhebliche Nebenkosten sorgen. Außerdem benötigen Sie bei dieser Heizform einen Anschluss an das Stromnetz in der Garage. Dieser wird ohnehin notwendig, wenn Sie eine Garage zum Hobbyraum umfunktionieren möchten. Ebenso muss ausreichend künstliche Beleuchtung vorhanden sein. In den meisten Fällen muss diese nachträglich montiert werden. In allen anderen Punkten unterscheidet sich eine Garage, die als Hobbyraum genutzt wird, nicht von einer Garage, die als Unterstand für ein Fahrzeug genutzt wird.

 

Info


Einige Anbieter von Fertiggaragen haben das Potential einer Garage als Hobbyraum längst erkannt und bieten ihren Kunden Modelle an, die sich besonders gut für die Nutzung als Hobbyraum eignen.

So wird eine Garage zum Hobbyraum

Für den Umbau einer Garage zum Hobbyraum sollten Sie mindestens eine Woche Zeit einplanen, egal ob Sie den Umbau selbst durchführen oder Handwerker damit beauftragen. Zunächst sollten die Dämmung und Elektrik überprüft und gegebenenfalls verbessert werden. Danach können Sie sich dem Fußboden widmen. Das Verlegen von Fliesen ist in der Regel ebenso möglich, wie das Auslegen von Linoleum oder Teppich. Hier entscheidet die Art des Hobbys darüber, welcher Bodenbelag sinnvoll ist. Danach können Sie die Beleuchtung erweitern und dann mit der Gestaltung des Raumes beginnen. Wer möchte, der kann die Wände streichen oder tapezieren, sofern diese aus einem entsprechenden Material gefertigt sind. Erst im letzten Arbeitsschritt nehmen Sie dann die Veränderungen vor, die für Ihr Hobby erforderlich sind.

Ausbau des Hobbyraums in Eigenregie oder vom Profi

Ob eine vorhandene Garage vom Besitzer selbst zu einem Hobbyraum umgebaut wird, oder diese Arbeiten einem Profi überlassen werden, hängt sicherlich gleichermaßen von den finanziellen Mitteln, der vorhandenen Zeit und dem handwerklichen Geschick des Besitzers ab. Günstig auf die Kosten für den Umbau wirkt es sich natürlich aus, wenn so viele Arbeiten wie möglich selbst ausgeführt werden. Allerdings sollten die Besitzer dabei bedenken, dass sie nur solche Arbeiten ausführen, die sie sich zutrauen. Das Verlegen von Elektrik beispielsweise erfordert Fachkenntnisse. Anders sieht es beim Verlegen einer Dämmung aus, für die kaum Kenntnisse notwendig sind. Auch die Gestaltung von Boden und Wänden können selbst Hobbyhandwerker zufriedenstellend ausführen. Glück hat, wer im Freundeskreis oder der Familie Personen mit handwerklicher Ausbildung hat, die um Hilfe gebeten werden können. Dadurch wird das Umbaubudget geschont und die Arbeiten können trotzdem schnell und professionell ausgeführt werden.

Tipp


Überlassen Sie nur die Arbeiten einem Handwerksprofi, die Sie selbst nicht ausführen können, wie beispielsweise das Verlegen von elektrischen Leitungen. Das spart jede Menge Geld, das Sie dann direkt in Ihr Hobby stecken können.